Nachlese der fünften Stunde (08. Mai 2026) – „Lázár“ von Nelio Biedermann
- vor 4 Tagen
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Budapest wird eingenommen. Nachdem die deutschen und ungarischen Truppen am 13. Februar 1945 kapituliert haben, ist die russische Armee nach mehrmonatiger Belagerung die neue Herrscherin der Stadt. Marschall Malinowski gewährt seinen Männern freien Raub. Die Hölle auf Erden beginnt. Männer werden verschleppt, Kirchen zerstört, Wohnungen geplündert, Nahrung aufgezehrt, Frauen und Mädchen geschändet. Ist das die gerechte Strafe für die vorausgegangenen Gräueltaten, die zuvor an der jüdischen Bevölkerung begangen wurde? Die Pfeilkreuzler (ungarische Nationalisten) schossen die Juden reihenweise in die Donau, töteten sie in Krankenhäusern und Altenheimen. Keiner tat etwas dagegen, selbst die Kirche machte mit. Pater András Kun, ein glühender Pfeilkreuzler, trieb sie aus den Häusern und befahl: „Im Namen Christi - Feuer!“ Jetzt soll die ungarische Bevölkerung büßen. Doch es sind neue Bestien am Werk, die morden und brandschatzen, vergewaltigen und rauben. Wer kann diesen Teufelskreis durchbrechen?
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