Nachlese der vierten Stunde (15. November 2024) - „Aufbrechen“ von Tsitsi Dangarembga
- 20. Nov. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Babamukuru will eine Rede halten. Sie soll Tambudzai auf ihr weiteres Leben vorbereiten. Mit tiefem Ernst setzt sie sich mit nötigem Abstand hin und lauscht den langen Ausführungen ihres Onkels. „Wie ein Vater mit seinem Kind“ will er mit ihr sprechen. Bei der Einführung seiner Rede macht er ihr klar, was für ein Opfer er bringt, um jetzt hier an diesem Ort zu sein. Denn er ist ein vielbeschäftigter Mann, der seine Arbeit ungern unterbricht. Er muss ja von dieser Tätigkeit die Schulgebühren für Tambudzai bezahlen. Tambudzai soll wissen, was für ein Glück sie hat, diese Chance zu bekommen, um sich geistig und materiell zu emanzipieren. Diese Privilegien sollen auch dazu dienen, dass sie später ihre Familie unterstützen kann. „Du musst gut sein; auf das hören, was wir, deine Eltern, dir sagen; du musst deine Bücher gewissenhaft studieren und dich nicht von anderen Dingen ablenken lassen“, ist sein eindrückliches Credo.
Was macht diese Rede mit Tambudzai? Kann sie diesen Anforderungen gerecht werden? Oder ist der Druck so groß, dass sie daran zerbrechen kann?
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